06.06.2016 Alter: 3 Jahr(e)
Katego­rie: Sons­tiges

Von: Richard Reu­ters
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Bahnübergang Ede­ren/Mer­zen­hausen wird demon­tiert

Heute morgen hat die Firma Doh­men Tiefbau damit begon­nen, den Bahnübergang Ede­ren/Mer­zen­hausen abzubauen. Die Straßenver­bindung zwi­schen Ede­ren und Mer­zen­hausen bleibt wäh­rend des­sen komplett gesperrt.

Heute morgen hat die Firma Doh­men Tiefbau damit begon­nen, den Bahnübergang Ede­ren/Mer­zen­hausen abzubauen. Die Straßenver­bindung zwi­schen Ede­ren und Mer­zen­hausen bleibt wäh­rend des­sen komplett gesperrt.

Wann mit dem Rückbau des Bahnübergangs Ede­ren/Frei­al­den­hoven begon­nen wird, konnte man mir heute morgen vor Ort lei­der nicht sagen.

Der Bahnübergang war Teil der etwa 15 km lan­gen Bahn­stre­cke Jülich-Puf­fen­dorf, die 1912 in Betrieb genom­men wurde. Die Ver­bindung nutz­ten vor­wiegend Schüler und Pend­ler, die Anzahl der täg­l­i­chen Fahr­ten schwankte im Laufe der Zeit zwi­schen vier und sie­ben pro Tag.

Wäh­rend des ers­ten Welt­krieges lief der Betrieb fast ohne Unter­bre­chun­gen wei­ter. Im zwei­ten Welt­krieg wurde der Betrieb erst 1945 wegen der sich näheren­den Kriegsfront ein­ge­stellt. Der Bahn­hof Ede­ren wurde voll­kom­men zer­stört.

In den 1950er Jah­ren wurde der Rüb­en­transport immer bedeu­ten­der, wor­auf die Jüli­cher Kreis­bahn mit dem Bau von Ver­lade­r­ampen an den Bahnhöfen rea­gierte. 1974 wurde auch am Edere­ner Bahn­hof eine Sol­che errich­tet. Der letzte Zuckerrüb­en­transport erfolgte 1981, weil die Zuckerfa­brik die Anliefe­rung über Schiene ablehnte.

Bis 1972 wur­den die Bahnübergänge durch Pos­ten mit Fah­nen gesi­chert, dar­aufhin wur­den Blink­anla­gen ein­ge­rich­tet.

Ab 1981 führte der Eisen­bah­nama­teur-Club Jülich bis in die 90er Jahre auf der Stre­cke unregelmäßig Nost­algie­fahr­ten durch. 1998 wurde die Stre­cke zwi­schen Mer­zen­hausen und Puf­fen­dorf betrieb­lich gesperrt. Am 30.9.2007 wurde das offi­zi­elle Still­le­gungs­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet.