Die Initiative "Ederener Runde"
Bürger werden aktiv für ihr Dorf

Alles fing mit einem Gedanken an, den schon viele Ederener gehabt haben: Es wäre doch schön, wenn man auf gut begehbaren Wegen rund um unser schönes Dorf wandern könnte!
Diesen Gedanken griffen Anfang 2009 eine handvoll Ederener auf und erneuerten in einem ersten Schritt die vollkommen marode Brücke über den Willibrordusbach im Brüchelchen. An mehreren Samstagen wurde nun unter tatkräftiger Mithilfe von H.W. Spelthann, H. Neuss, U. Kleinjans, J. Spelthann und N. Reitinger die Brücke mit gespendetem Holz der Firmen Jansen und Eschweiler komplett erneuert. Dieser erste Schritt wurde mit der Einweihung der Brücke im Juli diesen Jahres in kleiner Runde gefeiert. Im Umfeld der Brücke wurde nun noch eine nicht mehr genutzte Garage abgerissen und so entstand ein kleiner Platz, welcher Startpunkt für mehr werden soll: Die Ederener Runde. Ein etwa 4 km langer zusammenhängender Rundweg um unser Dorf herum, mit Rastmöglichkeiten, schönen Ausblicken auf den Ort und in die freie Landschaft, verschiedenen Wegetypen und der Möglichkeit jederzeit wieder über die zahlreichen Wegeanschlüsse ins Dorf zu gelangen. Die Wege gab es derzeit natürlich schon, sie waren aber teilweise in keinem guten Zustand, so dass besonders Senioren, Kinder und Nutzer mit Kinderwagen Probleme bei der Benutzung hatten. Hierzu wurde ein erster Plan entworfen, der sich zwischenzeitlich dann mehrere Male geändert hat.
Um diesen Gedanken der Ederener Runde wahr werden zu lassen, wurden Gespräche mit den Landwirten unseres Ortes, der Politik und der Verwaltung der Stadt Linnich geführt. Nachdem die Rahmenbedingungen nun abgeklärt waren, wagte sich die Initiative Ederener Runde an die Antragstellung, um Gelder zur Herstellung/Verbesserung der vorhandenen Wege aus dem Topf des Konjunkturpaketes II des Bundes zu bekommen. Die Verwendung dieser Mittel war lediglich für die Materialbeschaffung gedacht, denn das auf etwa 2 bis 3 Jahre angelegte Projekt ist nur mit bürgerschaftlichem Engagement zu erreichen! Wir müssen in unserem Ort aktiv werden und bleiben, damit sich etwas bewegt. Es reicht nicht die Verantwortung für sein Lebensumfeld woanders zu suchen, sondern selber die Dinge in die Hand zu nehmen ist heute wichtiger denn je.
Unterstützt wurden die Ederener Bemühungen neben den beantragten Mitteln z.B. durch Materialspenden von Firmen und Privatpersonen und vor allem durch den Einsatz Ederener Bürger. Wir suchen jederzeit Interessierte, die mithelfen wollen beim Ausbessern der Wege, beim Aufstellen von Bänken oder sonstigen Arbeiten entlang der Ederener Runde.
Durch das Aktivsein unserer zuerst kleinen Runde haben sich eine Menge Bewohner unseres Ortes gemeldet, um unterstützend tätig zu sein. So werden derzeit mehrere Ideen entlang des 4km langen Weges diskutiert. Ein Naturlehrpfad wird im Herbst diesen Jahres in Angriff genommen, es gibt Überlegungen zu Kunstprojekten entlang der Wegstrecke oder eine Reinigungsaktion ist geplant, die sich sogar ins Dorf übertragen wird. Eine Gruppe von Senioren ist beispielsweise gefunden, die unser Dorf gerne dauerhaft sauber halten möchten.
von Jürgen Spelthann
